Worum geht es?

Homophobie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sie zu bekämpfen, ist die Pflicht der ganzen Gesellschaft. Die Initiatoren der Initiative "Schützen gegen Homophobie" sind sich einig, dass Homophobie nicht tatenlos hingenommen werden darf. Wir wollen der verbreiteten Homosexuellenfeindlichkeit gemeinsam entgegentreten.

Entstanden ist unsere Initiative aufgrund eigener, zum Teil sehr negativer Erfahrungen, insbesondere in der "Männerdomäne" des Schützenwesens. Geärgert hat uns vor allem der Umgang des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit dem Thema Homosexualität. So verbietet der dem Erzbistum Köln untergeordnete Verein seinen homosexuellen Schützenkönigen/innen, gemeinsam mit dem Partner bei öffentlichen Veranstaltungen aufzutreten.

Aber auch im Alltag, gerade in traditionell geprägten ländlichen Regionen, gestaltet sich auch im Jahr 2013 das Leben für Homosexuelle sehr schwierig.

Homophobie geht uns alle an. Denn Homophobie ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gesellschaft. Unsere Verfassung gebietet, dass kein Mensch aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf – ebenso, wie sie die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der Heimat und der Herkunft, des Glaubens und der religiösen oder politischen Anschauungen verbietet. Wir wollen, dass die Verfassungswirklichkeit für Homosexuelle auch zur Lebensrealität wird. Bei der Freiheit des Einzelnen und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung dürfen in einer demokratischen Gesellschaft keine Abstriche gemacht werden.

Wir, die Unterzeichner dieses Aufrufes, verpflichten uns, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Wir engagieren uns für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Unser Ziel ist ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Homophobie, das Hass und Intoleranz offensiv entgegentritt und die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen fördert.

Frank Hüsgen, Juni 2013

Eine Initiative gegen Homophobie und Diskriminierung im Schützenwesen

Jetzt Petition unterzeichnen!

unterstützt durch
Lesben- uns Schwulenverband
du bist nicht allein (dbna) e.V.
blu.fm