Verbot für schwule Schützenpaare rechtswidrig

29. März 2012

In einem am 29. März 2012 veröffentlichten Rechtsgutachten kommt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Ergebnis, dass der Beschluss des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) vom 11. März 2012 gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt und damit rechtswidrig ist.

Die Antidiskriminierungsstelle appelliert nun laut einer dpa-Meldung vom 29. März an den Schützenverband das Verbot zurückzunehmen. „Von dem Beschluss geht eine große Signalwirkung aus. Daher ist es wichtig, dass so schnell wie möglich diskriminierungsfreie Zustände wieder hergestellt werden.“

Weiterhin hieß es, der Bund habe „eine überragende Machtstellung im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich“. Deshalb gelte das Gesetz für alle seine Mitglieder. Wenn nur noch heterosexuelle Königspaare gemeinsam auftreten dürften, benachteilige das gleichgeschlechtliche Schützenpaare. Die Entscheidung der Schützen sei deshalb „unwirksam“.

Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, die wir natürlich sehr begrüßen. Das Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes deckt sich mit unserer Rechtsauffassung.

Unsere Online-Petition werden wir weiterführen, bis hier eine endgültige Rücknahme des Beschlusses durch den BDHS vorliegt. An dieser Stelle informieren wir über die weitere Entwicklung.

Hier geht es zum Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle.

Eine Initiative gegen Homophobie und Diskriminierung im Schützenwesen

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